Montag, 2. Februar 2015

Keitumer Therme auf Sylt in Keitum vor Abriss?

Ortsbeiratssitzung in Keitum auf Sylt zum Abriss der Thermen-Ruine

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Hinter dem nüchternen Titel verbarg sich ein Thema mit Sprengkraft, das seit Wochen die Insulaner beschäftigt: der Vorschlag eines Vergleich zwischen Gemeinde Sylt, Bauunternehmer Kurt Zech und Insolvenzverwalter Axel Kulas zur Beendigung der jahrelange Streitigkeiten um die Thermenruine am Wattenmeer. Die Sylter Noch-Bürgermeisterin Petra Reiber hatte mit einer kleinen Verhandlungskommission aus Politik und Verwaltung erste Gespräche mit dem Ziel geführt, dass Zech auf seine Forderungen im Insolvenzverfahren verzichtet und die Ruine noch dieses Jahr abgerissen werden kann. Als Gegenleistung soll es ihm erlaubt werden, sein Hotel Severin’s um neun Appartementhäuser zu erweitern .
Bürgermeisterin Reiber erläuterte auf der Sitzung anschaulich, sehr ausführlich und mit großer Offenheit alle planerischen, juristischen und finanziellen Details des Vergleichs einschließlich möglicher Alternativen, falls die Einigung mit Zech nicht zustande kommt oder nicht gewollt sein sollte. Ziel ihres Engagements sei es, dass endlich Rechtsfrieden herrscht, keinerlei Zahlungen an Zech oder Insolvenzverwalter geleistet werden müssen sowie der dauerhafte Besitz des Thermengrundstücks gesichert und damit der Ruinenabriss ermöglicht wird. „Im Idealfall könnten wir sogar eine finanzielle Beteiligung am Erfolg der Klage gegen das Bauunternehmen ARGE herausholen.“ Der Vergleich biete der Gemeinde fast nur Vorteile, der einzige Nachteil: Zech darf seine Hotelanlage vergrößern. „Das ist die Kröte, die wir schlucken müssen“, so Reiber.
Nach Sylter Rundschau

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